web 2.0 und virtuelle festplatten

 

inzwischen haben wir alle gelernt (oder fast alle), einen computer ohne firewall und antivirenprogramm sollte man nicht auf das internet loslassen. anhänge in unbekannten mails sollten nicht geöffnet werden. seine persönlichen daten gibt man nicht aufgrund einer angeblichen mail von der eigenen bank in ein online-formular ein.

das ist die vorsichtige seite des surfens, der vorsichtige kontakt mit mail und web 2.0. auf der anderen seite deponieren viele menschen ihren kalender mit terminen, ihr adressbuch, bilder, texte oder arbeitsdaten auf kostenlosem oder gegen eine gebühr eingerichteten virtuellen speicherplatz außerhalb der eigenen festplatte. wie kommt man auf so eine idee?

ich kann nachvollziehen, dass die eigene festplatte zu klein ist, dass netzwerke für die zusammenarbeit mit anderen abseits des eigenen arbeitsplatzes hergestellt werden müssen. ich glaube auch, dass die meisten anbieter des speicherplatzes seriös sind und sich bemühen, sichere verbindungen zur übertragung der daten einzurichten. aber nur einmal angenommen, wie ja auch schon einmal vorgekommen, ein überseekabel wird von einem anker zerstört und die verbindungen zum speicherserver kann eine zeitlang nicht mehr hergestellt werden, wie kommt man dann an die eigenen daten?

oder die wege der sicheren verbindung vom eigenen pc zur virtuellen festplatte nimmt wege, die einem unbekannt sind. woher weiß ich, wer eigentlich noch zugang zu den verschlüsselten daten hat? weiteres beispiel, in der IT-Branche werden gern anbieter von anderen anbietern aufgekauft und das kann manchmal recht schnell gehen. weiß ich immer, wie seriös der neue anbieter ist? die virtuellen festplatten erscheinen mir zu unübersichtlich, um dort private daten abzulegen, die nicht in meiner nähe ruhen. vielleicht bietet da eine neue externe festplatte einen größeren schutz? auch wenn dort genauso der strom oder die verbindung ausfallen kann. sind aber die daten erst einmal nicht mehr abrufbar, kann man sein kästchen unter den arm klemmen zu einem spezialisten gehen, der versucht sie noch von der festplatte zu saugen. zumindest ist der widerspruch zwischen hoher sicherheit auf der einen seite und bedenkenlosem vertrauen auf der anderen seite ein interessanter.

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