kreatives schreiben und schriftstellerei

 

eigentlich hätte der titel auch lauten können „kreatives schreiben und literarisches schreiben“. denn es soll hier darum gehen, dass das praktizieren von kreativem schreiben einem das gefühl gibt, etwas geschaffen zu haben, was man bis jetzt nicht zustande brachte. dies bedeutet für viele, dass sie sich auf dem weg zum schriftsteller, zu schriftstellerin befinden.

da ist sowohl etwas wahres dran, als auch ein wenig fehleinschätzung. kreatives schreiben hat erst einmal nichts damit zu tun, literatur zu schaffen. es dient vor allen dingen dazu, überhaupt für sich selbst oder in gruppen ins schreiben reinzukommen. dass daraus eine regelmäßigkeit entstehen kann, die wiederum eine hilfe ist, literarisch tätig zu werden, sei hier nicht in abrede gestellt. doch kreatives schreiben ist einfach nicht mit der arbeit als schriftstellerInnen zu verwechseln. denn der unterschied besteht schon darin, dass alle schriftstellerInnen formulieren, schreiben sei arbeit. es lässt sich schwer literatur produzieren ohne ein regelmäßiges tun.

kreatives schreiben ist aber eher der versuch, spaß am schreiben zu finden. soll heißen, sich auszudrücken und mit der eigenen kreativität zu spielen. dies kann sich dann in gemeinsamen texten, in elfchen oder haikus, aber auch in kleinen geschichten oder kurzgeschichten zeigen. und es kann dafür sorgen, ein gespür dafür zu bekommen, was es bedeutet, regelmäßig zu schreiben und intensiv an einem text zu arbeiten. für viele ist es aber auch nur eine angenehme abwechslung zum alltag oder eine form der selbstreflexion. davon zu träumen, irgendwann den großen wurf zu landen, ist legitim und weit verbreitet unter menschen, die das kreative schreiben für sich entdecken. gleichzeitig sind die versuche, eine arbeitsintensive regelmäßigkeit entstehen zu lassen für viele zum scheitern verurteilt. hier muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass der unterschied wahrscheinlich in den beiden begriffen „hobby“ und „arbeit“ liegt.

es ist schön, sein hobby zum beruf machen zu können. doch dabei sollte bedacht werden, wieviel zeit aufgewendet werden muss, um einen beruf auszuüben. zusätzlich taucht vor allen dingen bei kreativen berufen die schwierigkeit auf, dass sich die reaktion der außenwelt auf das selbstgeschaffene nicht vorhersagen lässt, also der erfolg der tätigkeit nicht abschätzen lässt.

darum hier nur der hinweis, nicht zu enttäuscht zu sein, wenn aus dem kreativen schreiben kein neues buch in den bestsellerlisten auftaucht. sondern den spaß am eigenen ausdruck weiter zu pflegen, der zumindest meist menschen im näheren umfeld viel spaß macht.

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